Zu Beginn eines erfolgreichen Förderantrags steht die Frage, ob ein Vorhaben grundsätzlich förderfähig ist. Europäische, nationale und regionale Programme folgen klar definierten Kriterien, die festlegen, wer antragsberechtigt ist, wie ein Antrag aufgebaut sein muss und welchen messbaren Nutzen das Projekt liefern soll.
Förderfähigkeitskriterien
1. Antragsberechtigte Organisationen
Viele Programme richten sich an:
- öffentliche Einrichtungen
- kleine und mittlere Unternehmen
- Kleinstunternehmen
- private Firmen
- gemeinnützige Organisationen und Verbände
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- in einigen Programmen auch Großunternehmen
Die genaue Berechtigung hängt immer vom jeweiligen Förderprogramm ab. Manche Ausschreibungen sind ausschließlich für KMU vorgesehen, andere für Forschungskonsortien oder öffentliche Institutionen.
2. Geografische Vorgaben
Antragssteller müssen in der Regel ihren Sitz haben in:
- einem EU-Mitgliedstaat oder
- einem assoziierten Land (abhängig vom Programm)
Nationale und regionale Förderlinien können zusätzlich auf Organisationen beschränkt sein, die in ihrem Bundesland oder ihrer Region tätig sind.
3. Thematische und sektorale Passgenauigkeit
Ein Projekt muss klar zur thematischen Ausrichtung der jeweiligen Förderlinie passen, zum Beispiel:
- digitale Transformation und IT-Sicherheit
- erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit
- Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien
- Gesundheit, Kultur oder „Green Transition“
4. Projektumfang und Wirkung
Fördergeber erwarten einen messbaren Nutzen:
- EU-weite Programme verlangen häufig internationale Konsortien (z. B. mind. drei Partner aus verschiedenen Ländern)
- nationale Programme konzentrieren sich auf regionalen oder lokalen Mehrwert
5. Innovationsgrad und Machbarkeit
Ein Projekt sollte zeigen:
- klaren Innovationsgehalt oder technischen Fortschritt
- geeignete Reifegrade (TRL) bei Technologievorhaben
- realistische Umsetzung im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen
6. Compliance & Nachhaltigkeit
Projekte müssen Vorgaben erfüllen zu:
- Arbeits- und Gesundheitsschutz
- Umwelt- und Ressourcenschutz
- Ethik und Gleichstellung
Beitrag zu EU-Politikzielen und Nachhaltigkeit spielt oft eine zentrale Rolle in der Bewertung.
7. Konsortiumsanforderungen
Programme wie Horizon Europe, LIFE, Digital Europe oder Interreg fordern häufig:
- eine Mindestanzahl an Partnern
- Beteiligung aus mehreren Ländern
- ausgewogene Kompetenzen im Konsortium
Wie die Förderfähigkeit bewertet wird
Erste Prüfung
Überprüfung von Organisationstyp, Standort und grundsätzlicher Passung zu den formalen Kriterien des Programms.
Fit-to-Fund Analyse
Ermittlung der Programme, die am besten zum Projekt passen, z. B.:
- Horizon Europe (Forschung & Innovation)
- European Innovation Council (Start-ups & Scale-ups)
- LIFE (Umwelt & Klima)
- Digital Europe (KI, Cybersicherheit, digitale Kapazitäten)
- ESF+, Interreg und nationale Digitalisierungsprogramme
Konsortial- und Partnerschaftsanalyse
Bewertung vorhandener oder möglicher Partner hinsichtlich:
- geografischer Abdeckung
- technischer und organisatorischer Ergänzung
- sinnvoller Rollenverteilung in Arbeitspaketen
Projekt-Reifegradprüfung
Bewertung von:
- technologischem Reifegrad (TRL)
- Innovationshöhe
- Nachhaltigkeitswirkung
- Übereinstimmung mit Ausschreibungstext und Bewertungskriterien
Förderstrategie und Strukturierung
Festlegung von:
- passenden Förderlinien
- Arbeitspaketen und Rollen
- Zeitplan und Budget
- narrativer Struktur des Antrags
End-to-End-Förderunterstützung
Der gesamte Förderprozess wird von Anfang bis Ende klar strukturiert.
Ausschreibungsmonitoring & Alerts
Laufende Beobachtung relevanter EU-, nationaler und regionaler Fördermöglichkeiten.
Förderfähigkeitsprüfung
Überprüfung von Antragsberechtigung und formaler Projektkonformität.
Konsortialaufbau
Unterstützung bei der Identifikation und Vernetzung geeigneter europäischer Partner.
Antragserstellung & Budgetplanung
Ausarbeitung aller Antragsdokumente, inkl. technischer Beschreibungen, Arbeitspakete, KPIs und Budget.
Einreichung & Nachverfolgung
Einreichung über die Portale, Beantwortung von Rückfragen der Gutachter, Unterstützung bei Verhandlungen.
Umsetzungsbegleitung
Hilfe bei Projektmanagement, Berichterstattung, Audits, Änderungen und KPI-Tracking.
Ihr Förderprozess auf einen Blick
- Erstgespräch & Projektentwicklung
- Förderfähigkeitsprüfung & Eignungsanalyse
- Förderstrategie & Zeitplanung
- Konsortiumsaufbau & Partnerschaften
- Antragserstellung & Einreichung
- Bewilligung, Umsetzung & Berichterstattung


